Kanaren Kreuzfahrt mit der AIDAnova

Reisezeitraum: 06.-13.März 2019

Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass eine Kreuzfahrt der perfekte Urlaub mit Kleinkind ist. Na gut, probieren wir das halt mal aus – gelesen, organisiert, getan. Mit AIDA Nova hatten wir das richtige Schiff gefunden. Modern, groß (damit keine Langeweile aufkommt ;) und familienfreundlich. Und mit den Kanaren hatten wir ein ganzjährig bereisbares Ziel auserkoren, wo man nicht ewig im Flugzeug sitzen muss.

Das “an Bord gehen” war im Prinzip wie beim einchecken am Flughafen – riesige Halle, Koffer abgeben, durchchecken lassen, ausweisen etc.. Der positive erste Eindruck ließ Gutes verheißen und die nervige Anreise vergessen.

Ich weiß nicht, wann wir das letzte Mal soooo lange beim Check-In standen. Da nur ein TUI-Schalter offen war, hatten wir Verspätung und der Flieger konnte nicht rechtzeitig starten. An Bord wurden wir wiederum positiv überrascht, da wir voll verpflegt wurden. Damit hatten wir nicht gerechnet.

Mittwoch, 6. März 2019 – Willkommen in Santa Cruz de Tenerife

Teneriffa empfing uns mit Kaiserwetter und von dort an war alles top durch organisiert. Das sind dann wohl die Vorteile einer pauschal gebuchten Reise. Unser Gepäck sahen wir erst in unserer Kabine wieder, es wurde sich um alles gekümmert. Wie groß die AIDA Nova ist, wurde uns erst bewußte als wir direkt davor standen. Der erste Eindruck war gigantisch. Das Schiff ist der Kracher.

Am ersten Tag hatten alle neu angreisten Gäste die Pflicht an einer Seenotrettungsübung teil zu nehmen. Für Familien mit Kindern unter 6 Jahren wird die Seenotrettungsübung in abge-speckter Version bereits 18 Uhr statt 21 Uhr angeboten. Das ist entspannter für den Rhytmus der Kids und da es eine Mussveran-staltung ist wurde hier mitge-dacht. Eine weitere sinnvollen Maßnahmen ist, dass alle 2- bis unter 12-Jährigen ein Sicherheits-armband verpasst bekommen. Damit werden die Kids im Notfall dem richtigen Sammelpunkt zugeordnet und wenn sie sich verlaufen schneller seinen Eltern zurück gebracht. Um 22 Uhr legte das Schiff ab. Dieses Highlight haben wir uns zu Dritt ange-sehen, begleitet mit dem Song “Sailor way, sailor way…” Gänsehautfeeling. Nun hieß es auf zur ersten Etappe: 156 Seemeilen (289 km) bis Puerto del Rosario.

Donnerstag, 7. März 2019, Willkommen in Puerto del Rosario, Fuerteventura

Für Puerto del Rosario hatten wir eine Stadtbesichtigung zu Fuss geplant, da das Schiff so nah an der Stadt lag, dass man hinein laufen konnte. Die Stadt selbst hatte aber leider nicht viel zu bieten. Wir liefen über die Leon y Castillo – das ist die Geschäftsmeile der Stadt bis zum Kirchplatz über die kurze Fußgängerzone und landeten am Ende in einer Shoppingmeile. Die Innenstadt war ziemlich abgeschrabbelt und mutete öde an.

Das schönste hier war noch die Hafenpromenade mit den ozeanischen Skulpturen. Am Abend statteten wir der Rock Box Bar einen Besuch ab. Heute war Rockaoke angsagt. Während wir schon schlummerten bewegte sich das Schiff in Richtung nächste Etappe: 38 Seemeilen (70km) bis Arrecife.

Freitag, 8.März 2019, Willkommen in Lanzarote, Arrecife

Willkommen auf Lanzarote. Arrecife war nicht fußläufig zu erreichen, da der Ankerplatz weiter draußen war . Wir nutzen daher den angebotenen Shuttleservice und fuhren mit dem Bus zur Innenstadt. Kosten: 5,99 Euro pro Person, Oskar war inklusive.

Auch hier nahmen wir uns einen Stadtrundgang vor und liefen zunächst an der Hafenpromenade entlang bis zum Castillo de San Gabriel. Das ist eine kleine Burg, die auf einer Insel liegt, die mit der Stadt über eine Brücke verbunden ist. Das Tor der Festung ist zu einer Art Wahrzeichen von Arrecife geworden. Im Inneren der Burg befindet sich ein Archäologisches Museum, welches wir nicht besuchten.

Unser Weg führte durch die kurze Einkaufsstraße von Arrecife “Calle Leon y Castillo“. Hier staubte Oskar seinen Drachen Sturmpfeil (siehe Bild rechts oben) ab. Danach bummelten wir wieder Richtung Strandpromenade, da die Shoppingmeile schnell abgelaufen war und am Strand ließ es sich aushalten.

Nach unserem Päuschen tritten wir den Rückweg zum Bus an. Dabei kamen wir noch am Park Islas Canarias lang. Hier finden Konzerte und Feste wie der Carnival (Karneval). Die Bühnen und Buden des Carnivals wurden gerade abgebaut als wir da waren. Schade, eine kanarische Faschingsparty hätte ich mir gern mal live angesehen.

Mussten wir eben abends unsere eigene Party machen – wir gönnten uns einen Cocktail an der Bar und zogen uns die Show “The Voice of the Ocean” live rein. Die ganzen Rahmenprogramme, die auf dem Schiff angeboten werden, waren enorm. Bei der Auswahl an Shows, Musicals, Laservorführungen, Vorträge, Quizzes, Bingo etc. wird definitiv jeder fündig für sein Abend – und Rahmenprogramm an Bord. Unser nächstes Ziel war Las Palmas, Gran Canaria.

Samstag, 9.März 2019, Willkommen in Gran Canaria, Las Palmas

Vom Schiff aus konnte man dieses mal zwar wieder direkt in die Stadt laufen, die Altstadt erreicht man allerdings nur mit Bus oder Taxi. Viele Mitreisende nutzen die Ho-On-Hop-Off-Busse und gönnten sich eine Stadtrundfahrt. Andere gingen in das Aquarium Poema del Mar, was ganz in der Nähe war. Uns war es eher nach Laufen, so dass wir die Stadtumgebung in der Nähe zum Liegeplatz erkundeten. Auf unserem Rundweg kamen wir an der Strandpromenade der Stadt vorbei

…und durch einen schönen Stadtpark. Nichts welt bewegendes, aber schön zum treiben lassen.

Das Schiff ankerte direkt neben dem Einkaufszentrum El Muelle. Wir bummelten da natürlich durch, aber wirklich lohneswert war es nicht. An diesem Abend hieß es:

Beach Party at Night

Sonntag, 10. März 2019, 1.Seetag, auf nach Madeira

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts…die Aussicht war etwas eintönig ;)

Unser erster Seetag stand an. Heute hieß es ent-spannen, die Sonne genießen, im Pool planschen, ein bisschen Sporteln, Schlemmen… Am Abend wurde eine Weinprobe angeboten. Das hörte sich für uns natürlich interessant an, zumal um 21.30 Uhr das Oskarlein auf jeden Fall im Land der Träume war. Da wir nichts vorgebucht hatten, rief ich gleich morgens an der Rezeption an und erkundigte mich, ob wir spontan an dem Tasting teilnehmen konnten. Gesagt, getan…wäre der Somelier nicht ganz anderer Meinung gewesen. Statt den erwarteten 7 Personen, wollten nun 14 Personen an der Weinprobe teilnehmen und damit kam er garnicht zurecht. Leider konnte er seine Professionalität nicht bewahren und ist völlig unnötig ausgetickt, so dass wir ebenso spontan wie wir das Tasting gebucht hatten, uns auch wieder dagegen und die Weinprobe saußen ließen. Um mit jemanden den Abend zu verbringen, der sein Job nur 0815 macht, war es einfach zu teuer. Da investierten wir den Betrag lieber an der Bar und genossen “Nashville-Just Good Music-Show”.

Montag, 11.März 2019, Willkommen in Funchal, Madeira

Schon zu Beginn unserer Reise vermuteten wir, dass Funchal unser persönliches Highlight wird. Und so sollte es auch werden. Die Insel oder besser gesagt ein besondere Inselbewohner begrüßte uns schon auf besondere Art und Weise beim Einlaufen des Schiffes in den Hafen. Um 6:30 Uhr schwenkte er am Hafeneingang inbrünstig eine Fahne mit AIDA-Logo und wurde nicht müde die Passagiere mit “Guten Morgen AIDA. Herzliche Willkommen im Paradies” zu rufen. Wir sind von seiner Lautstärke wach geworden wie wahrscheinlich einige andere Gäste auch, aber ich glaube wir alle sind mit einem Schmunzeln in den Tag gestartet.

Auf Madeira war bestes Wetter und wir wollten unbedingt mit der Seilbahn fahren und die Markthalle “Mercado dos Lavradores” sehen.

Sonst wollten wir uns im Stadtgewimmel treiben lassen. An so einem sonnigen Tag gab es natürlich auch ein Eis oder zwei oder drei. Wäre es nach Oskar gegangen hätte er sich den kompletten Urlaub von Melone und Eis ernährt. An Bord gab es ja auch eine Eisdiele. Die hatte blaues Schlumpfeis und der mussten wir jeden Tag einen Besuch abstatten ;) Für den Eisgenuß in Funchal suchten wir uns einen idyllischen Platz im Stadtpark ” Jardim Municipal do Funchal“. Diesen tollen Tag ließen wir Abends bei der LED & Lasershow -Deep Blue Sea im Theatrium ausklingen.

Dienstag, 12.März 2019, 2.Seetag, es geht zurück nach Teneriffa

Die Rückreise naht und wir hatten noch einen Tag zur Entspannung auf dem Schiff. Dies wollte ich nutzen und direkt nach dem Frühstück den Kletterparcour ausprobieren. Leider blieb es nur beim wollte. Für den nächsten Tag hätte ich mich anmelden können, aber da reisten wir ja ab. Na gut, die Zeit ließ sich ja auch anders vetreiben und wir wollten ja noch das Brauhaus ausprobieren. Das bayerische Frühschoppen ging bis 13 Uhr und wir schafften es dann doch erst 10 Minuten vor Schluss da zu sein, gerade noch rechtzeitig um unsere Bierprobe zu bestellen. Das Wetter lud zum verweilen ein und so verbrachten wir ein Weilchen im Biergarten der AIDANova.

Mittwoch, 13.März 2019, Santa Cruz de Tenerife, Rückflug

Ich fass mal unsere erste “richtige” Kreuzfahrt zusammen. Spontan zu entscheiden und seinen Tag flexibel zu planen, passt zu einem Kreuzfahrturlaub scheinbar nicht. Alle Aktivitäten müssen im Prinzip schon vor der Reise organisiert werden oder mal mindesten mit 1 Tag Vorausplanung. Das passt zwar nicht zu einem Leben mit Kleinkind- man weiß ja nie wie es gerade so läuft aber das Schiff bot ausreichend Freizeitaktivitäten, wo man sich nicht anmelden muss.

Vor allem die Poolanlagen inklusive Rutschen kamen gut an. Den Kids-Club haben wir nicht in Anspruch genommen, aber es gab Eltern-Kind-Zeiten, wo man die Räumlichkeiten nutzen konnte. Hätten wir nicht 200 Fälle von Magen-Darm an Bord gehabt, hätten wir das ganze Spielzeug in voller Gänze nutzen können, so leider nur ganz sporadisch.

Kulinarisch war es absolut klasse. Egal in welcher Art von Restaurant wir waren, das Essen war immer hochwertig und die Auswahl war reichhaltig. Uns ist vor allem das “East” mit seiner panasiatischen Küche und die Eisdiele in positiver in Erinnerung geblieben.

Rückreisewahnsinn