Dubai in den Osterferien und das zum Ramadan

Reisezeitraum: 12.-22. April 2022

Ich hatte kurz überlegt, ob das eine gute Idee ist in Zeiten des Ramadan in ein arabisches Land zu reisen. Für Kinder ist das kein Problem, dürfen sie doch in der Öffentlichkeit essen und trinken. Für erwachsene Touristen gilt Zurückhaltung. Aber würden auch alle Läden, Museen und Restaurants geöffnet haben? Nach ein paar Recherchen war ich mir ziemlich sicher, das wird kein Problem sein. Restaurants mit Außensitzbereich boten zwar Bedienung und essen erst nach Sonnenuntergang an, aber da der schon 18:30 Uhr war, war das unproblematisch. Auch die Läden und Museen hatten keine gesonderten Öffnungszeiten, wir konnten uns ganz normal in der Öffentlichkeit bewegen und in den Hotelanlagen gelten eh ihre eigenen Gesetze.

die Unterkunft – Jumeirah Emirates Towers

Mit den Hotels der Jumeirah-Gruppe hatten wir bisher immer sehr gute Erfahrungen gemacht. Deshalb war für diese Reise von vornherein klar, dass es ein Jumeirah-Hotel wird. Wir mussten uns nur zwischen einem Hotel direkt am Strand oder einem Stadthotel entscheiden. Zwei Gründe sprachen für die city-nahe Variante und für das Jumeirah Emirates Towers Hotel:

1. Viele Stadthotels bieten die Nutzung der Privatstrände ihrer Schwesterhotels inklusive Shuttleservice dahin an.

2. Wir wollten Abends kurze Wege zu Restaurants, Shops und Freizeitmöglichkeiten haben. Dubai ist groß, man sollte die Fahrzeiten vom Strand in den Stadtkern nicht unterschätzen. Lange Fahrzeiten wollten wir gerade am Abend vermeiden, da wir mit Oskar, unseren 7jährigen Sohn unterwegs waren.

Das Jumeirah Emirates Towers Hotel ist 5 Fahrminuten mit dem Auto von der Dubai Mall entfernt. Zu Fuss sind es ca. 30 Minuten. Das wissen wir, weil wir 2/3 x den Rückweg von der Mall zum Hotel spaziert sind. Das war auch nötig – man kann nämlich ziemlich gut essen gehen in Dubai.

Im Februar 2022 eröffnete das Museum of the Future. Das Gebäude befindet sich direkt vor den Emirates Towers und ist architektonisch ein Meisterwerk. Gern wären wir da rein gegangen, aber leider haben wir keine Tickets buchen können. Restlos ausverkauft. Naja, dann bei nächsten Mal.

Mitte: Museum of the Future, rechts: einer der Emirates Tower

The Museum of the Future welcomes people of all ages to see, touch, and shape our shared future. Go on a journey through possible futures and bring hope and knowledge back to the present.

https://museumofthefuture.ae/en

Transportmöglichkeiten in Dubai

Am einfachsten und auch sehr günstig sind die TAXIs. Vor jedem Hotel, jeder Mall und Sehenswürdigkeit kann man sich ein Taxi heran winken. Man sollte nur darauf achten, dass es kein Business-Taxi (weiß oder schwarz lackiert) ist, sondern die offiziellen Stadt-Taxis (beige lackiert, mit farbigen Dächern). Die Stadttaxis schalten immer das Taxometer an und sind wesentlich günstiger. Ein Beispiel: Kosten Fahrt vom Jumeirah Emirates Tower Hotel zur Dubai Mall mit dem Business-Taxi 80 Dirham, mit dem Stadttaxi 20 Dirham. Manchmal muss man etwas länger auf ein Stadttaxi warten, aber der Preisunterschied ist es wert. Außerdem gibt es mittlerweile die Careem-App. Über dieses App kann man sich ein Taxi rufen. Das kostet zwar ca. 7 Dirham mehr, dafür muss man aber nicht warten. In Echtzeit kann man den Weg des Taxis bis es bei einem ist verfolgen.

Gut nutzbar ist außerdem die Metro, die ohne Fahrer vollautomatisch fährt. Es gibt 2 Linien rot und grün. Möchte man auf die Palme muss man 1x umsteigen und noch die Monorail nutzen. Außerdem gibt es noch eine Straßenbahn (Tram), die wir aber noch nicht genutzt haben. Einen Überblick über die Verbindungen gibt es unter: https://www.dubai-online.com/transport/metro/map/

Weiterhin gibt es Fähr-Verbindungen über das Meer und Wassertaxis in der Dubai Marina und über den Dubai Creek. Sogenannte Abras (unten im Bild) schippern die Fahrgäste in der Altstadt von Dubai im Minutentakt von der einen Seite zur anderen Seite. Die Fahrt ist ein kleines Erlebnis und das sollte man als Tourist auf jeden Fall einmal machen. Die Fahrt mit diesen traditionellen Holzbooten ist mit Kosten von 1 Dirham (0,25 Euro) sehr überschaubar. Weitere Infos dazu gibt es hier: https://www.visitdubai.com/de/places-to-visit/abra-creek-crossing

Möchte man eine etwas längere Bootsfahrt unternehmen, kann man mit einer traditionellen Dhau eine Tour machen. Die Dhau-Bootstour dauert ca. 1 Stunde und die Boote starten direkt in Deira am Hafen (in der Nähe der Piers für die Wassertaxen). Eine Fahrt kostete ca. 7,50 EUR pro Person.

Altstadt

Ja, Dubai hat eine Altstadt, die bei vielen Touristen immer noch als Geheimtipp gilt. Die Stadtviertel Deira und Bur Dubai bilden die Altstadt. In Bur Dubai liegt das „Al Fahidi District“ (auch Bastakiya genannt) und angrenzend befindet sich „Al Seef“. In Bur Dubai befinden sich historische Bauten wie das „Al Fahidi Fort“, das Dubai Museum oder das „Sheikh Mohammed Centre for Cultural-Understanding“. Außerdem ist der Bur Dubai Souk Market auf dieser Seite, der auch als auch Kleider- und Stoffsouk bekannt ist. In Deira befinden sich der Gold-und Gewürzsouk. Uns macht das erkunden der alten Gässchen und stöbern in den Geschäften Spaß. Man sollte aber wissen, dass man (wie es in arabischen Ländern üblich ist) wirklich von jedem angesprochen und zum kaufen/handeln animiert wird. Möchte man das nicht, kann ohne Probleme freundlich abgewunken werden. Mehr Infos gibt es unter: https://www.besuche-dubai.de/sehenswuerdigkeit/altstadt-dubai.

Blick auf Deira, mitten auf dem Fluss ist eine Abra zu sehen

Al Fahidi Fort

Dubai Marina

Der Stadtteil Dubai Marina liegt in der Nähe zur „The Palm“ und gilt als eines der beliebtestes Stadtteile. 2003 entstand das Viertel mit dem Bau des künstlichen Wasser-Kanals. Vorher war da nichts als Wüste und nun cruisen hier regelmäßig Yachten entlang der Hochhäuser. Die Nähe zum Wasser brachte dem Stadtviertel auch seinen Namen. Wir verbrachten den Tag in einem Schwesterhotel, dem Jumeirah Zabeel Saray und besuchten am Nachmittag / Abend Dubai Marina. Es liegt beides nebeneinander und es machte Sinn das zu kombinieren. Mit dem Taxi haben wir ca. 35 Minuten bis dahinter gebraucht und es war gar nicht so einfach wieder von der Palme runter zu kommen. Ich schrieb bereits von den weiten Strecken und Wartezeiten auf Taxis. Das Hotel ist wunderschön und für einen reinen Strandurlaub sicher gut geeignet. Wenn man aber was von Dubai sehen will, liegt es nach unserem Empfinden zu weit weg von Downtown Dubai.

In Dubai Marina gibt es eine Promenade „The Walk“ auf der es sich entspannt flanieren lässt. Entlang der Promenade reiht sich ein Restaurant nach dem anderen. Wir entschieden uns für ein persisches Restaurant und aßen lecker orientalisch zu Abend.

Beaches

Durch die Kooperationen mit den Strandhotels verbrachten wir die Ferien an zwei unterschiedlichen Privatstränden – den bereits oben erwähnten Strand des Zabeel Saray und den vom Jumeirah Beach Hotel. Das Jumeirah Beach Hotel liegt genau gegenüber vom Burj Al Arab. Hier konnten wir also einen spektakulären Ausblick genießen und die Fahrzeit von der Innenstadt betrug etwa 15 Minuten. Unser Favorit für diesen Urlaub. Wir kannten den Strandabschnitt auch schon von einem Urlaub in Dubai im März 2013 und wussten, das wird gut.

Beide Hotels bieten ihren Gästen kostenfreie Liegen, Schirme, Wasser und Handtücher an. Die Anlagen bieten zudem mehrere Pools. Davon ist ein Pool stets kindgerecht gestaltet mit Rutschen usw.. Beide Hotelanlagen sind sehr schön, es lässt sich entspannt den Tag verbringen und ab und an wird den Strandgästen frisches Obst oder Eis vorbei gebracht.

Strandviertel La Mer

Kunst trifft Strandleben – wäre wohl der perfekte Slogan für dieses Strandviertel. Wir waren hier zwar nicht am Strand und nicht im Meer, aber der offizielle Strandabschnitt kam mir ziemlich gut ausgestattet vor. Es ist alles vorhanden und/oder in unmittelbarer Nähe, was man für einen ausgiebigen Strandtag so braucht. Es gibt einen schönen Beach-Walk der einen an Cafè`s, kleinen Lädchen, Kiosks, Spielplätze und Restaurants vorbeiführt. Beim Spaziergang begegnet einem immer wieder Streetart und bunte Graffities. Das macht es lebendig und interessant. Dreht man sich zur Stadt, eröffnet sich eine toller Blick auf die Skyline.

Das Leben findet hier draußen statt. Alle Restaurants haben einen Außensitzbereich. Es ist so toll so nah am Strand zu Abend zu essen. Ein besonderes Flair und man ist fast schon geneigt zu denken, dass La Mer für die europäischen Gäste geschaffen wurde. Alles was uns Freude macht, findet man hier. Als wir unsere ersten Reisen in die VAE gemacht haben, konnte man nur drinnen essen sowohl in Restaurants als auch in den Malls, es gab kaum Spielplätze oder Angebote für Freizeitaktivitäten im Freien. Das hat sich komplett geändert. Da lacht das europäische Herz.

Wir hatten uns für diesen Abend das ZouZou Restaurant raus gesucht, da wir eine Empfehlung dafür auf Youtube von einem Vlogger entdeckt hatten.

Es bietet türkische / libanesische Küche an und eines der Highlights ist die 1 Meter langen Pida und der Salat mit frischen Erdbeeren.

City Walk

Die neue Shoppingmeile der Stadt soll eine Alternative zu den riesigen Shoppingmalls sein. Auch hier sieht man wieder, dass sich nach und nach das Stadtbild verändert. Neben den Einkaufsmöglichkeiten unter freien Himmel entstehen ganze Stadtteile, die zum Einkaufen und Bummeln einladen. Da ist es wieder das europäische Vorbild. Die Unweit von Downtown Dubai gelegene Einkaufspromenade ist sicherlich sehenswert, dachten wir uns.

Das stimmt, das ist eine coole Anlage. Direkt daneben ist eine Universität und das Green Planet ( eine Mischung aus Zoo und Botanischer Garten). Nur leider war hier so gar nichts los. Wir waren extra am späten Nachmittag dort, da da erfahrungsgemäß mehr Leute aufgrund der Temperaturen unterwegs sund und, um dann gleich dort zu Abend essen. Es war menschenleer. Echt Schade für die vielen Geschäfte, Restaurants, Cafés und Bars. Nun ja, wir haben dennoch ein bisschen was eingekauft und lecker italienische Pizza im „L’antica pizzeria by Michele“ gegessen.

Dubai Mall

Ganz anders in der Dubai Mall. Die allabendliche mehrmals stattfindende Wassershow, die mehr als interessante Mall (davor und innen) und die vielfältige Essensauswahl zieht Massen von Menschen an. Zugegeben, uns auch.

Direkt an der Mall ist Burj Kahlifa, der mit seinen über 800 m noch das höchste Gebäude der Welt ist.

Burj Khalifa im Hintergrund

Wir waren mehrmals dort. An einem Besuch schafft man auch nicht alles. Wir haben es zeitlich immer auf den späten Nachmittag gelegt, um die Kombination shoppen, Show und Abendessen kombinieren zu können. In der Dubai Mall ist das Dubai Aquarium – allein die riesige Glasscheibe, die Blick auf die Meerestiere frei gibt ist einen Besuch wert.

Damit aber nicht genug, man auch Schlittschuh laufen oder Ski fahren oder Formel 1 Rennwagen oder den Liverpool-Laden bestaunen.

Es gibt eine Menge zu entdecken, Zeit zum essen sollte man sich aber nehmen. Es gibt nämlich auch ein paar amerikanische Restaurants, die wir schon ewig nicht mehr besuchen konnten. So stürzten wir uns in die „The Cheesecake Factory“, „P.F.Chang`s“, „Cinnabon“ usw.. Wir gönnten uns im Wechsel amerikanischen und orientalisches Essen. Hier gibt es einen Überblick über die kulinarischen Angebote: https://thedubaimall.com/en/dine-directory

Was soll ich sagen, wir waren nicht zum letzten Mal hier. Eine Sonnengarantie das ganze Jahr über Sonne, 6 Stunden Flugzeit sind auch noch im Rahmen, Kulinarik, Kinderfreundlichkeit, ein tolles warmes Meer und angenehme Unterkünfte sprechen dafür.