Mallorca im Herbst mit Kids

Reisezeitraum 10.- 17. Oktober 2021

Noch einmal Sonne tanken im Herbst, um den laaangen Winter zu überstehen – das klang super für uns. Das Problem war nur relativ spontan in den hessischen Herbstferien was passendes zu finden. Ja, wir haben jetzt ein Schulkind und sind dazu verdammt in den Ferien zu verreisen. Erschwerend hinzu kam, dass wir uns mit Absicht Zeit gelassen hatten mit der Suche, da wir die Pandemiebedingungen abwarten wollten und auf ein Last-Minute-Angebot hofften. Har, har…scheinbar verfolgte eine Vielzahl von Menschen dieselbe Strategie und so gab es gar keine tollen Angebote. Damit hatten wir nicht gerechnet.

Stündlich änderten sich Preise und Flugverbindungen und das zu unseren Ungunsten. Fieberhaft suchten wir nach einem Reiseziel. Es sollte noch warm sein (die Kids bestanden auf einen Pool), familienfreundlich und in Strandnähe. Eigentlich nicht sonderlich schwer. Wir waren nun allerdings schon eine Woche vor den Herbstferien, die am 11.10.2021 starteten und so grenzten wir die Reiseziele erst einmal nach dem Wetterbericht ein. Für ganz Spanien (Festland, Balearen und Kanaren) waren die Vorhersagen top. Die schlechten Flugverbindungen zum spanischen Festland schlossen es als Ziel aus. Blieben noch die Inseln. Mit Teneriffa hatte ich insgeheim geliebäugelt, aber die hohen Preise machten dies zunichte. So entschieden wir uns für Mallorca. Das Hotel sollte nicht weit vom Flughafen entfernt liegen, da wir kein Mietauto buchen wollten und keine Lust auf lange Transferzeiten hatten. So entschieden wir uns für das Zafiro Plamanova, was circa 20 Minuten Fahrtzeit von Palma de Mallorca entfernt liegt. In dieser Ecke von Mallorca waren wir noch nicht, die Nähe zum Flughafen und das schöne Hotel überzeugten uns schlussendlich.

Blick vom Balkon im Hotel Zafiro Palmanova

Wettertechnisch hatten wir die Woche echt Glück. Bei 24 Grad im Schatten Mitte Oktober konnten wir uns nicht beschweren und die Kids konnten wie gewünscht fast jeden Tag im Wasser planschen. Das Zafiro wartete sogar mit einem beheizten Außenpool auf und im Meer waren sie auch. Einzig an 2 Tagen war das Wetter etwas kühler, so dass wir an einem Tag einen Ausflug nach Palma de Mallorca machten und an dem anderen Tag uns sportlich betätigten und u.a. Minigolf spielten.

Unser Ausflug nach Palma der Mallorca

Eigentlich wollten wir mit dem Bus in die Hauptstadt fahren, denn das öffentliche Verkehrssystem ist gut erschlossen und es fuhren regelmäßig Busse nach Palma und zurück. Allerdings hatten diese Idee an diesem Tag noch einige andere Menschen. Als der Bus dann bereits proppenvoll vorgefahren kam und an ein Mitkommen im Leben nicht zu denken war, fuhren wir mit dem Taxi. Wir orderten es über die Rezeption. Preislich kam das in etwa genauso teuer wie eine Busfahrt für 6 Personen. In der Nähe vom Hotel gibt es übrigens auch eine Taxi-Station. In Palma machten wir zunächst die obligatorischen Bilder von der Kathedrale und bummelten dann über einen mittelalterlichen Markt und durch die Innenstadt. Wir haben uns kein Ziel gesucht, wir ließen uns treiben und in das ein oder andere Geschäft „ziehen“.

Palmanova, Minigolf und Magaluf

Das Zafiro Hotel liegt in dem Örtchen Palmanova, welches zur Gemeinde Calvià gehört und in der schönen Bucht von Palma liegt. Palmanova ist also ein reiner Badeort und wird gern von englischen, deutschen und skandinavischen Touristen besucht. In unserem Hotel waren auch einige Niederländer.

Direkt daneben, fußläufig vielleicht in 15 Minuten erreichbar, liegt der Ort Magaluf. Magaluf wird noch stärker von Engländern besucht. Zu der Zeit zu der wir da waren, war das nicht so. Das lag daran, da es keine Direktflüge gab, wie wir von der Wirtin des Finnegan’s Pub erfuhren. Sicherlich eine Auswirkung von Corona. Zu Zeiten, als an Corona noch nicht zu denken war, muss es in Magaluf partymäßig richtig zur Sache gegangen sein. Es ist nämlich eigentlich ein Partyziel für junge Leute und mit Ballermann 6 / El Arenal oder Lloret de Mar (Costa Brava, spanisches Festland) vergleichbar. Auch hier hat die Pandemie den Betreibern der Diskotheken und Bars einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es gab ganze Straßenzüge mit verlassenen Locations. Wenn man sich vorstellt, dass da noch vor 2 Jahren „der Bär gesteppt“ hat – das ist wahnsinnig und traurig zugleich.

In Magaluf liegt auch der Katmandu Park. Das ist ein Freizeitpark mit angrenzenden Hotel. In dem Vergnügungspark gibt es 10 Attraktionen wie zum Beispiel das umgedrehte Katmanduhaus , die Unterwasserwelt KATOPIA Splash Park und eben eine Minigolfanlage.

Spaß im Katmandupark

Wir entschieden uns für ein Kombiticket (17,50 Euro pro Person) für die Minigolfanlage und das Katmanduhaus. Das Golf spielen hat allen ein riesen Spaß gemacht, aber das umgedrehte Haus war für Oskar zu furchteinflößend. Das Haus spielt mit diversen Illusionen und spricht alle Sinne gleichzeitig sehr intensiv an, so dass Oskar Panik bekommen hat. Ich habe es also nicht in voller Gänze von innen gesehen.

Unsere Restaurant-Tipps

Wir hatten nur mit Frühstück gebucht und schon ein bisschen Bammel, dass es Dank Corona und Mitte Oktober die Restaurants schon geschlossen hatten, aber so war es nicht und es waren noch einige Restaurants, Bars, Cafe`s und Shops auf. Unser absoluter Favorit ist die BLACKBEARD’S BEACH BAR. Top Lage direkt am Meer, super Essen und leckere Cocktails.

Spaß im Blackbeard`s

Es liegt in Magaluf, ebenso wie das Finnegan’s Pub . Mit einer sehr netten Restaurantbesitzerin und Speisen, die man in einem Irish Pub erwarten würde und die zudem sehr lecker waren. In Palmanova können wir noch das HERITAGE Pizzeria & Grill empfehlen, wenngleich es etwas teurer ist, aber es gibt einen Cava auf`s Haus. The GrillHouse können wir leider nicht weiter empfehlen. Das Restaurant ist zwar super Stylisch, aber das Essen lässt zu wünschen übrig. Direkt daneben ist ein Schnellrestaurant (Burger Son Matias), welches ganz schmackhafte Hot Dogs verkauft. Da stimmen Preis-/Leistung, im Gegensatz zum Grillhouse. Das Be Max Beach House ist in Ordnung, aber essentechnisch auch nicht der Oberflieger. Es punktet mit der Lage – man sitzt nämlich direkt an der Strandpromenade von Calvia/Palmanova.

Fazit

Nach unserem holprigen Start in den Urlaub, erlebten wir eine entspannte Zeit auf Mallorca. Wir nahmen uns mit Absicht nicht so viel vor, um in den Tag leben zu können und einfach mal „alle gerade sein lassen“ kann. Das geht auf Mallorca auch für mich gut, da ich schon öfters auf der Inseln war und einige sehenswerte Ecken schon kenne. Wäre ich an einen Ort gefahren, wo ich noch nicht war, hätte mich wie immer der Erkundungsdrang gepackt und ich hätte nicht einfach nur abgehangen.

Der Start war holprig, da wir am Check-In zurück gewiesen wurden, weil der nötige Einreise-QR-Code für Spanien noch nicht generiert hatten. Die spanische Regierung verlangte zu der Zeit diese Code für die Einreise ins Land. Ohne diesen Code wollte uns die Condor nicht mitnehmen. Panik brach aus – früh 5:15 Uhr. Das ist echt undankbar. Vor allem, weil wir den Code gar nicht ohne Sitzplatz generieren konnten und den bekommt man nun mal (wenn man nicht 120 Euro in 3 Plätze investieren möchte) beim Einchecken. Unverständlich für mich. Als die Dame dann noch sagte, wir hätten irgendeinen Sitzplatz angeben können, weckte das noch mehr Unverständnis. Ich dachte, die Angabe des richtigen Sitzplatzes wäre wichtig, um bei einer Ansteckung mit Corona die Sitznachbarn identifizieren und informieren zu können.

Wir standen an der Seite und versuchten den Code mit unseren vorläufigen Sitzplätzen zu generieren. Die Zeit rannte. Der Code ließ sich nicht für alle generieren. Der Flieger sollte 6:05 Uhr starten. Die Panik wuchs. Irgendwann gab die Stewardess uns ein Schreiben, was wir ausfüllen und den spanischen Behörden vorlegen sollten, weil wir den QR-Code nicht hatten. Im schlechtesten Fall hätten wir 500 Euro Strafe zahlen müssen. Das Risiko mussten wir eingehen, wir hatten noch 20 Minuten bis zum Abflug und mussten noch durch die Kontrolle. Die ging dann Gott sei Dank sehr schnell, so dass wir pünktlich am Gate ankamen. Noch auf der Rollbahn füllte ich alle fehlenden Infos zur Generierung des QR-Codes aus uns siehe da, es klappte. Warum nicht gleich so!!! Was ein Stress! Die entspannten Tage danach hatten wir dann noch mehr nötig. In Spanien ist das aber auch einfach – Sonne, Tapas und Wein und keine Termine. Herrlich.

Playa de Palmanova

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